Unter Hygiene versteht man die Lehre der Gesunderhaltung des Menschen, sowohl durch Hygiene des Körpers, der Kleidung, des Wohnraums wie auch beispielsweise der Umgebung am Arbeitsplatz. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen, die die ungewollte Vermehrung von Bakterien und Mikroorganismen und so die Ausbreitung von Krankheiten in jedem Lebensbereich verhindern.

Hygienemassnahmen helfen, die Verbreitung von Krankheits-Erregern zu vermeiden und die Gesundheit jedes Einzelnen zu schützen. Die Erreger treten in Form von Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten auf. Dringen diese Erreger in den Körper ein und vermehren sich, spricht man von einer Infektion.

Die hygienische Händedesinfektion hat zum Ziel zu verhindern, dass Infektionserreger durch die Hände übertragen werden und dient in der Regel vor allem dem Personenschutz.

Maßnahmen der Händehygiene dienen dem Schutz, Vorbeugung und Verbreitung von Kontamination der Haut mit obligat- oder potenziell pathogenen Erregern, sowie der der Abtötung transienter Mikroorganismen, deren Reduktion der residenten Flora und der Entfernung von Verschmutzungen.

Bei den modifizierten WHO-Formulierungen ist eine Einwirkzeit von 30 Sekunden des Händedesinfektionsmittels ausreichend, nach einer Einwirkzeit von 5 Minuten können diese auch zur chirurgischen Händedesinfektion eingesetzt werden.

Der Unterschied zwischen Reinigen und Desinfizieren? Bei der Reinigung soll in erster Linie sichtbarer Schmutz entfernt werden. Eine Desinfektion verfolgt zusätzlich aber auch primär das Ziel, möglichst alle Keime abzutöten respektive zu bekämpfen (inaktivieren) und so das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Die richtige Händehygiene schützt auch vor denjenigen Viren, die nicht primär über Husten oder Niesen weitergegeben werden, sondern über die Hände. Die Übertragung von Erkältungs- bis hin zu Influenzaviren, wie z.B. Coronaviren Covit 19, Sars und Sars-CoV2-, MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome) sowie Parasiten, Pilze und Bakterien könne durch die richtige Hygiene vermieden werden.

Händewaschen ist die einfachste und wirksamste Maßnahme, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Wenn Sie sich regelmäßig gründlich die Hände waschen, schützt dies andere vor vielen Krankheitserregern. Eine gründliche Händehygiene senkt die Anzahl der Keime an den Händen. Die erforderliche mikrobiologische Wirksamkeit eines Händedesinfektionsmittels hängt vom Einsatzbereich ab und wird im Rahmen einer Risikoanalyse durch Hygieneverantwortliche festgelegt. Auf jeden Fall sollte das eingesetzte Mittel eine Bakterizide Wirkung – wie auch eine levurozide Wirkung haben, welche auch Hefepilze eliminiert. Die Personalhygiene ist ungemein wichtig, da vom Personal die größte Gefahr ausgeht, gefährliche Keime und Viren einzuschleppen und diese zu übertragen. Schutzmassnahmen dienen sowohl dem Eigenschutz wie auch den Arbeitskollegen. Für die Versorgung von Patienten mit Viruserkrankungen oder für den Umgang mit virushaltigem Material (z. B. Körpersekrete) sollte das eingesetzte Händedesinfektionspräparat zusätzlich auch wirksam gegen bestimmte Viren sein.

Für Desinfektionsmittel gibt es je nach Umfang ihrer Viruswirksamkeit folgende Einstufungen:

  • viruzid (= wirksam gegen behüllte Viren, z. B. Hepatitis-B-Viren, Hepatitis-C-Viren, HIV), Coronavirus Covit 19 – SARS CoV-2, Mers CoV
  • begrenzt viruzid PLUS (= wirksam gegen behüllte Viren sowie den unbehüllten Adeno-, Noro- und Rotaviren)
    oder
  • viruzid (= wirksam gegen alle Viren, d. h. behüllte und unbehüllte Viren).

Über den Autor

Peter Grunauer

Geschäftsleitung CleanProdSystems – Ihre langjährigen Profis im Bereich Reinigungschemie und Hygieneprodukte

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